Denkmalgeschützte Stadtvilla
Planung: pott architects
Bauherr: Privat
Nutzfläche 872 m2
Wohnfläche: EG, OG und DG 655 m2.
Beauftragte LP: 6-8
Bauzeit: 2006-2007
Das Gebäude in der Bertinistraße 6-9
befindet sich am Jungfernsee in direkter Nachbarschaft zum Cecilienhof und damit im Bereich des Unesco Weltkulturerbes. Die Villa ist ein eingetragenes Baudenkmal. Das Baujahr im 19. Jahrhundert sowie der Architekt sind aufgrund fehlender Akten nicht bestimmbar. Die erste Fassung erfolgte als dreiflügelige Anlage um einen Hof. Der Umbau wurde 1921/22 von Arch. Michael Rachlies geplant, Bauherr war der Industrielle Herrmann Starck. Ausgeführt wurden die Überbauung des Hofes und ein zweigeschossiger nördlicher Anbau. Zur DDR-Zeit wurde das Gebäude durch die Grenztruppen genutzt.
Der nördliche Anbau wurde aufgrund umfangreicher Bauschäden abgetragen und wieder aufgebaut. Der kontaminierte Dachstuhl wurde vollständig erneuert. Das Kellergeschoss wurde unterfahren und tiefergelegt, Horizontalsperren neu eingezogen. Im Kellerbereich wurde ein Wellness-Bereich und eine separate Einliegerwohnung geschaffen. Im EG und
1. OG wurden umfangreiche Grundrissänderungen realisiert, das DG ausgebaut. Die Fassade wurde mit neuem Edelkratzputz versehen, die Stuckelemente wurden restauriert.
Kastenfenster wurden aufgearbeitet, z.T. nachgebaut und mit dreifacher Verglasung energetisch optimiert. Insgesamt sieben Badbereiche wurden mit hochwertigsten Materialien und Naturstein erstellt. Der Wiederaufbau der restaurierten Haupttreppe erfolgte mit dem Einbau einer neuen Holz-Glas-Treppenkonstruktion in die DG-Ebene. Im Aussenbereich wurde eine übergrünte Tiefgarage gebaut.
